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aktuelle stücke / CHIFFREN /   Beschreibung

Seit Jahren setzt sich Basilewski mit dem Thema Licht auseinander. In der von ihm entwickelten Lichtskulptur meliert Malerei und Skulptur.
Ausgehend vom Grundgedanken dieser auf dem Quadrat aufgebauten, farbig transparenten Skulptur, die ihre farbigen Schatten auf den sie jeweilig tragenden Untergrund projiziert, arbeitet Basilewski erstmals mit Leuchtstoffröhren. Mehr als der bloße Ausdruck der spektralen Grundordnung des Sonnenlichts, fungiert die Wahl der Farben Rot, Blau, Gelb als Möglichkeit einer unendlichen Farbpalette in ihrer Überlagerung und Vermischung in der Aktion - diesmal in der
(Sonnen-)lichtlosigkeit.
Mit „CHIFFREN“ in Zusammenarbeit mit der Berliner Tänzerin Sigrid Westenfelder stellt Basilewski die Frage nach Mobilität und Proportion jedes einzelnen Elementes der Lichtskulptur. Eine Weiterentwicklung, der an sich starren Grundkonzeption von Skulptur hinein in eine unbegrenzte Disposition durch die agierende Tänzerin mit den einzelnen Teilen.
Bewegung, Lichtzeichen und Malerei treffen sich zu einem wechselseitigen Übereinkommen in einer ihnen gemeinsamen aktiven Geste, der ihr Wirken als gleichwertiges Dasein von Realisierung im Moment und Werk per se definiert. In der gleichen Verspannung von Zeit und Raum sind Tänzerin und Werk den gleichen Gesetzen des schöpferischen, energetischen Austausches unterstellt.
In der mitunter lediglich durch eine farbige Silhouette erscheinenden, quasi diffundierenden Tänzerin liegt ein experimenteller Zug, der durch die Spontaneität und die Unabsehbarkeit der Geste den Zuschauer mit einfärbt und ins Geschehen zieht.
Die Vielschichtigkeit der gezeigten Objekte versteht sich aus dem Umbruch der Perspektive, ebenso aus der Vorstellung vom unendlichen Wandel der Jahres- und Tageszeiten, sowie der jeweiligen Lichtintensität.
Auf dem Grat zwischen Erfahren und Realisieren, ist es der konstante Griff auf das noch Unformulierte einer künftigen Situation, die Basilewskis Arbeit immer schon am Rande ihrer selbst entstehen lässt.
Die Arbeit des Künstlers versteht sich als ein Angebot an das Sehen in Interferenz mit dem gewohnten Blick zu treten und so Umwelt und Innenwelt aneinander in Bewegung zu setzen.



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